{"id":1002,"date":"2020-11-27T12:03:05","date_gmt":"2020-11-27T12:03:05","guid":{"rendered":"http:\/\/sao-malandrao.com\/?p=1002"},"modified":"2021-01-27T16:37:06","modified_gmt":"2021-01-27T16:37:06","slug":"onlyfans-und-die-lieben-steuern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sao-malandrao.com\/index.php\/2020\/11\/27\/onlyfans-und-die-lieben-steuern\/","title":{"rendered":"Onlyfans und die lieben Steuern"},"content":{"rendered":"<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; border-style: dashed;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 902.317px;\"><strong>Kurz und knapp<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Onlyfans<\/strong> und \u00e4hnliche Plattformen bieten eine gute M\u00f6glichkeit Deinen Content <strong>unmittelbar zu monetarisieren<\/strong><\/li>\n<li>wer auf einen Wohnsitz in Deutschlans nicht verzichten will, hat es als <strong>Freiberufler<\/strong> hier einfacher (keine Gewerbesteuer, kaum Buchhaltung)<\/li>\n<li>Die <strong>Verbindung<\/strong> aus <strong>Content Creator<\/strong> und dem Lebensstil eines <strong>Digitalen Nomaden<\/strong> ist finanziell besonders empfehlenswert<\/li>\n<\/ul>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>In diesem Artikel richtet unser Schutzpatron <strong>S\u00e3o Malandr\u00e3o<\/strong> seine g\u00fctigen Augen auf ein sehr spannendes Thema: das <strong>Monetarisieren von Social Media Content<\/strong>.<\/p>\n<p>Monetarisieren bedeutet in diesem Zusammenhang ganz einfach ausgedr\u00fcckt, dass man seinen Content zu Geld macht.<\/p>\n<p>Bei Social Media denken wir als erstes an Instagram, Facebook, Twitter, YouTube und viele weitere. Diese Plattformen sind haupts\u00e4chlich werbefinanziert. Sie finanzieren sich also, indem sie Werbung schalten. Ihre User zahlen derweil meistens nichts an die Plattformen.<\/p>\n<p>Ebenso zahlen User als Follower nichts an ihren jeweiligen Content Creator. Das Monetarisieren Deines Contents funktioniert hier also auch nur <strong>mittelbar<\/strong> \u00fcber die Werbetreibenden (z.B. via Sponsoring, Affiliate Marketing).<\/p>\n<p>Daneben gibt es aber auch noch eine F\u00fclle weiterer Social Media Plattformen, die das <strong>unmittelbare Monetarisieren<\/strong> des eigenen Contents m\u00f6glich machen und unterst\u00fctzen. Diese Plattformen sind haupts\u00e4chlich user- und nicht werbefinanziert. Eine der gr\u00f6\u00dften und popul\u00e4rsten Plattformen ist hier sicherlich <strong><a href=\"https:\/\/onlyfans.com\/\">Onlyfans.com<\/a><\/strong>. Sie ist so beliebt wie nie und gewinnt noch <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/digitec\/neue-soziale-plattform-das-erfolgsrezept-von-onlyfans-17087998.html\">stetig an Popularit\u00e4t hinzu<\/a>. So gr\u00fcnden viele auch bereits bei Instagram erfolgreiche Influencer und Content Creator parallel nun Kan\u00e4le bei Onlyfans, da sie es bevorzugen ihren Content lieber unmittelbar zu monetarisieren.<\/p>\n<p>Sehr beliebt ist Onlyfans etwa bei <strong>Fitnesstrainern und \u2013Models<\/strong>, <strong>Musikern<\/strong> und sonstigen <strong>K\u00fcnstlern<\/strong>. Ein sehr starkes Segment bilden auch die <strong>sexuellen Inhalte. <\/strong>Wobei man hier vielleicht einfach besser von sexualisierten Inhalten spricht, denn explizite sexuelle Handlungen oder auch nur Nacktheit sind l\u00e4ngst nicht notwendig, um in diesem Segment Erfolg zu haben (man denke nur an das erstaunlich popul\u00e4re Feld der <a href=\"https:\/\/www.vice.com\/de\/article\/qj4wv5\/so-viel-geld-geben-zahlschweine-ihren-dominas-findom-bdsm\">FinDoms<\/a>).<\/p>\n<p>Insbesondere Frauen treten in diesem Segment als Content Creator auf, aber auch (schwule \/ gay for pay) M\u00e4nner k\u00f6nnen sich \u00fcber ein zahlungskr\u00e4ftiges Publikum freuen. In Anlehnung an die sog. Influencer werden Content Creator dieser Art auch schon <strong>Intimfluencer<\/strong> genannt.<\/p>\n<p>Insgesamt passt diese Erscheinung auch extrem in den Zeitgeist. Die Digitalisierung schreitet ohnehin in allen Lebensbereichen voran. Zusammen mit den staatlichen Restriktionen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus beschleunigt sich dieser Prozess nur umso mehr. Die pers\u00f6nliche Interaktion mit den Mitmenschen nimmt ab. Konsequenterweise verlagert sich daher auch die Sexualit\u00e4t immer mehr in den Digitalen Raum. Herk\u00f6mmliche Pornos lassen hier aber die zwischenmenschliche Intimit\u00e4t vermissen, nach dem sich jeder Mensch sehnt. Und genau hier setzen eben Plattformen wie Onlyfans an, indem sie diesen <strong>pers\u00f6nlichen Faktor<\/strong> bedienen.<\/p>\n<p>Ein <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/wie-man-mit-onlyfans-geld-verdienen-kann-podcast-a-436a9a44-68ab-442b-baf2-6cd30dda4551\">aktueller Podcast im SPIEGEL<\/a> geht diesem hochinteressanten Ph\u00e4nomen n\u00e4her auf den Grund. <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/wie-man-mit-onlyfans-geld-verdienen-kann-podcast-a-436a9a44-68ab-442b-baf2-6cd30dda4551\">Hier<\/a> kannst Du den pers\u00f6nlichen Bericht der erfolgreichen deutschen Content Creatorin <strong>Bonny Lang<\/strong> anh\u00f6ren.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 18pt;\"><strong>Geld verdienen auf Onlyfans<br \/>\n<\/strong><\/span>Sich selbst beschreibt Onlyfans als<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-size: 12pt;\">\u201e<em>Social Media Website, die es Usern erm\u00f6glicht Bilder und Videos in ihr Profil hochzuladen, einen <strong>monatlichen Abopreis<\/strong> zu bestimmen und mit den jeweiligen Abonnenten (\u201eFans\u201c) Geld zu verdienen<\/em>\u201c (Nr. 1.1 AGB)&#8220;<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Daneben gibt es noch die M\u00f6glichkeit seinen Abonnenten gegen eine <strong>gesonderte Geb\u00fchr<\/strong> den Zugang zu einzelnen Inhalten oder auch pers\u00f6nlichen Kontakt (z.B. chatten) zu gew\u00e4hren (Nr. 2.1 AGB).<\/p>\n<p>Au\u00dferdem k\u00f6nnen Abonnenten ihrem jeweiligen Content Creator sogar <strong>Trinkgelder<\/strong> zahlen. Viele Creator stellen ihr Abonnement selbst kostenlos zur Verf\u00fcgung, und verdienen allein durch die <strong>gesonderten Geb\u00fchren<\/strong> und <strong>Trinkgelder<\/strong>.<\/p>\n<p>Von allen Eink\u00fcnften, die ein Creator generiert, beh\u00e4lt Onlyfans<strong> 20 %<\/strong> ein (Nr. 4.1 AGB).<\/p>\n<p>So oder sehr \u00e4hnlich funktionieren auch eine F\u00fclle anderer Social Media Websites (Loyalfans, Clips4Sale, Iwantclips und und und).<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 18pt;\">Was ist steuerlich zu beachten?<\/span><br \/>\n<\/strong>Soweit, so einfach. Das Geld verdienen \u00fcber Onlyfans oder andere Plattformen soll m\u00f6glichst reibungslos gelingen und nicht zu einem b\u00f6sen Erwachen f\u00fchren, wenn sich das Finanzamt meldet. Hierzu sollte man sich \u00fcber die <strong>Steuern<\/strong> im Klaren sein.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong><span style=\"font-size: 18pt;\">Fester Wohnsitz<\/span><br \/>\n<\/strong><\/span>Du lebst in Deutschland (oder in einem anderen Land) und bist hier auch ganz normal mit Wohnsitz gemeldet. Deine Arbeit, n\u00e4mlich das Erstellen, Ver\u00f6ffentlichen und zug\u00e4nglich machen von Inhalten, erledigst Du haupts\u00e4chlich von Zuhause aus.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ist eine Gewerbeanmeldung n\u00f6tig?<br \/>\n<\/strong>Ein Gewerbe muss man nat\u00fcrlich nur anmelden, wenn man auch ein Gewerbe betreibt. Nicht jede selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit stellt aber ein Gewerbe dar.<\/p>\n<blockquote><p><em><span style=\"font-size: 12pt;\">\u201eEin Gewerbe ist jede selbst\u00e4ndige, nach au\u00dfen erkennbare T\u00e4tigkeit, die planm\u00e4\u00dfig, f\u00fcr eine gewisse Dauer und zum Zwecke der Gewinnerzielung ausge\u00fcbt wird <strong>und<\/strong> keine <strong>freiberufliche T\u00e4tigkeit<\/strong> darstellt.\u201c<\/span><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Bis auf die letzte Voraussetzung sind alle zweifellos zu bejahen. Vielleicht \u00fcbst Du aber gerade eine <strong>freiberufliche T\u00e4tigkeit<\/strong> aus. Was alles eine freiberufliche T\u00e4tigkeit darstellt, ist katalogm\u00e4\u00dfig in <strong>\u00a7 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG<\/strong> definiert:<\/p>\n<blockquote><p><em><span style=\"font-size: 12pt;\">&#8222;Zu der freiberuflichen T\u00e4tigkeit geh\u00f6ren die selbst\u00e4ndig ausge\u00fcbte wissenschaftliche, <strong>k\u00fcnstlerische<\/strong>, schriftstellerische, <strong>unterrichtende<\/strong> oder erzieherische T\u00e4tigkeit, die selbst\u00e4ndige Berufst\u00e4tigkeit der \u00c4rzte, Zahn\u00e4rzte, Tier\u00e4rzte, Rechtsanw\u00e4lte, Notare, Patentanw\u00e4lte, Vermessungsingenieure, Ingenieure, Architekten, Handelschemiker, Wirtschaftspr\u00fcfer, Steuerberater, beratenden Volks- und Betriebswirte, vereidigten Buchpr\u00fcfer, Steuerbevollm\u00e4chtigten, Heilpraktiker, Dentisten, Krankengymnasten, <strong>Journalisten<\/strong>, <strong>Bildberichterstatter<\/strong>, Dolmetscher, \u00dcbersetzer, Lotsen <strong>und \u00e4hnlicher Berufe<\/strong>.&#8220;<\/span><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Gleich zu Anfang ist hier die <strong>k\u00fcnstlerische, schriftstellerische und unterrichtende T\u00e4tigkeit<\/strong> exemplarisch aufgef\u00fchrt. Bist Du also etwa <strong>Musiker<\/strong> oder <strong>sonstiger K\u00fcnstler<\/strong>, <strong>Online-Coach<\/strong> f\u00fcr <strong>Fitness<\/strong>, <strong>Ern\u00e4hrungsberater<\/strong>, <strong>Sprachlehrer<\/strong> etc., hast Du durchaus gute Aussichten als Freiberufler vom Finanzamt anerkannt zu werden. Allerdings ist die Abgrenzung zum Gewerbe oft nicht leicht vorzunehmen und stets von den Umst\u00e4nden Deines Einzelfalls abh\u00e4ngig. \u00dcber die Anerkennung entscheidet letztendlich Dein zust\u00e4ndiges Finanzamt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Mein Ratschlag<\/strong><\/span>:<\/p>\n<blockquote><p><em><span style=\"font-size: 12pt;\">Lies Dir den \u00a7 18 Abs. 1 Nr. ! EStG genau durch. Falls Deine T\u00e4tigkeit einer der dort aufgef\u00fchrten T\u00e4tigkeiten entsprechen k\u00f6nnte, dann melde Dich auch entsprechend beim Finanzamt an. Gerade in Zweifelsf\u00e4llen solltest Du gut vorbereitet Deine freiberufliche T\u00e4tigkeit gegen\u00fcber dem Finanzamt darlegen und verteidigen. Das Finanzamt genie\u00dft hierbei einen Ermessensspielraum und kann von Einzelfall zu Einzelfall anders entscheiden. Es lohnt sich durchaus hartn\u00e4ckig zu bleiben.<\/span><\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Gehst Du dann als Freiberufler durch, musst Du auch <strong>kein Gewerbe<\/strong> anmelden. Dies bringt weitere Vorteile mit sich, wie z.B:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li>Du musst <strong>keine Gewerbesteuer<\/strong> zahlen<\/li>\n<li>Keine Pflicht zur bilanziellen Buchhaltung, es reicht eine Einnahmen-\u00dcberschuss-Rechnung (<strong>einfache Buchhaltung<\/strong>)<\/li>\n<li><strong>keine Zwangsmitgliedschaft<\/strong> in Handelskammern<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Willst Du aber haupts\u00e4chlich im sexualisierten Bereich als Content Creator t\u00e4tig sein, dann erscheint eine Anerkennung als freiberufliche T\u00e4tigkeit wenig erfolgversprechend. Da du in Deutschland mit Wohnsitz gemeldet bist und Deine T\u00e4tigkeit haupts\u00e4chlich von Zuhause aus\u00fcbst, musst Du Deine T\u00e4tigkeit ganz normal als Gewerbe bei der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde (oft Gemeindeamt) anmelden.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Umsatzsteuer<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-size: 12pt;\"><strong><em><span style=\"font-size: 12pt;\">Vorneweg<\/span>: <\/em><\/strong><em>Seit neuestem k\u00fcmmert sich Onlyfans um den Einbehalt und die Abfuhr der Umsatzsteuer. Das ist insgesamt positiv zu bewerten, da es Dir einigen Aufwand abnimmt. Das ist insbesondere vorteilhaft, wenn Du gerade erst mit Deinem Business beginnen willst. Du kannst diesen Umsatzsteuer-Teil also \u00fcberspringen und sp\u00e4ter bei Bedarf wieder zur\u00fcckkommen. <\/em><em>Wenn Du aber auf anderen Plattformen t\u00e4tig bist oder gar in Eigenregie eine Webseite\/Blog betreibst und die eingehenden Zahlungen eigenst\u00e4ndig abwickeln musst, dann k\u00f6nnten die folgenden Ausf\u00fchrungen f\u00fcr Dich hilfreich sein.<\/em><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Umsatzsteuer bereitet vielen Selbst\u00e4ndigen Kopfzerbrechen, vor allem wenn es um <strong>grenz\u00fcberschreitende Sachverhalte<\/strong> geht. Gerade bei reinen Online T\u00e4tigkeiten wie Onlyfans kann es oft vorkommen, dass der Content Creator in einem Land und der Kunde in einem anderen Land sitzt. Dann stellen sich oft Fragen wie: <strong>Wo<\/strong> ist die Umsatzsteuer zu entrichten? <strong>Wer<\/strong> muss die Umsatzsteuer entrichten? Wird eine Umsatzsteuer <strong>\u00fcberhaupt<\/strong> <strong>erhoben<\/strong>?<\/p>\n<p>Der Gesetzgeber macht es einem wahrlich nicht leicht, aber am Ende ist auch das kein Hexenwerk. F\u00fcr Klarheit sollte man zun\u00e4chst f\u00fcr folgende nicht allzu schwere \u00dcberlegungen f\u00fcr sich selbst anstellen:<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Welche Art von Leistungen biete ich an?<br \/>\n<\/strong>Eine Leistung ist jede Lieferung und sonstige Leistung, die ein Selbst\u00e4ndiger im Rahmen seines Unternehmens gegen Entgelt ausf\u00fchrt (vgl. \u00a7 1 Abs. 1 UStG). Eine <strong>Lieferung<\/strong> setzt immer einen <strong>physischen Gegenstand<\/strong> voraus. Und jede Leistung, die keine Lieferung darstellt, ist eine<strong> sonstige Leistung<\/strong>. Bei Social Media Plattformen bewegen wir uns fernab von physischen Gegenst\u00e4nden im Digitalen Raum. Deine Leistungen hier gelten also als <strong>sonstige Leistung<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Wer sind meine Kunden? Unternehmen oder Privatkunden?<br \/>\n<\/strong>Deine Kunden als Social Media Creator auf Plattformen wie Onlyfans werden in aller Regel Privatkunden sein. Ihr steht also in einem sog. Business to Costumer (B2C) Verh\u00e4ltnis. Damit ist auch bereits klar, dass <strong>etwaige Umsatzsteuern<\/strong> <strong>von Dir<\/strong> <strong>abzuf\u00fchren<\/strong> sind. Privatkunden m\u00fcssen niemals Umsatzsteuer abzuf\u00fchren. Sie zahlen zwar den entsprechenden Betrag vorab an Dich, aber abf\u00fchren musst Du den Betrag als Umsatzsteuer.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Wo f\u00fchre ich meine Leistungen aus?<br \/>\n<\/strong>Die zwei ersten \u00dcberlegungen waren gewisserma\u00dfen die Vorarbeit, um die letzte entscheidende \u00dcberlegung korrekt durchzuf\u00fchren. Denn wo Du Deine Leistung ausf\u00fchrst, entscheidet letztendlich auch dar\u00fcber, wo Du etwaige Umsatzsteuern entrichten musst. Normalfall ist, dass ein selbst\u00e4ndiger Unternehmer seine <strong>sonstigen Leistungen<\/strong> an dem Ort ausf\u00fchrt, von dem aus er sein Unternehmen betreibt (\u00a7 3a Abs. 1 UStG). Das w\u00e4re f\u00fcr Dich Deutschland. Auf Social Media Plattformen wie Onlyfans l\u00e4dst Du von Dir vorgefertigtes Bild- und Videomaterial auf Deinen Kanal hoch. Deine <strong>eigentliche Leistung<\/strong> an Deinen Abonnenten besteht aber hier darin, Ihnen<strong> Zugang zu Deinem Kanal zu gew\u00e4hren<\/strong>. Das Gew\u00e4hren des Zugangs selbst verl\u00e4uft hingegen automatisiert via Internet, also ohne eine wesentliche Beteiligung durch Dich: User zahlen an Dich den Abo-Preis und kriegen automatisch den Zugang zu Deinem Kanal freigeschaltet.<\/p>\n<p>Es handelt sich hier also um eine auf <strong>elektronischem Weg<\/strong> erbrachte sonstige Leistung (\u00a7 3a Abs. 5 S. 2 Nr. 3 UStG). Und hier richtet sich der Leistungsort und somit der Ort der Umsatzbesteuerung nach dem <strong>Wohnsitz des Privatkunden<\/strong>. Das mag nat\u00fcrlich erstmal nach einem l\u00e4stigen Mehraufwand f\u00fcr Dich klingen und ist es auch durchaus. Aber man kann es auch positiv sehen. In einigen <strong>arabischen L\u00e4ndern<\/strong> gibt es niedrige (vereinzelt sogar keine) Umsatzsteuern. Praktischerweise kommen gerade von dort oft besonders zahlungsfreudige Kunden her.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Kleinunternehmer<br \/>\n<\/strong>Zum Schluss will ich noch an die Kleinunternehmer-Regelung erinnern (\u00a7 19 UStG). Ihr zufolge wird die Umsatzsteuer nicht erhoben, wenn der Umsatz zuz\u00fcglich der darauf entfallenden Steuern im vorangegangenen Kalenderjahr 22.000 EUR nicht \u00fcberstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 EUR voraussichtlich nicht \u00fcbersteigen wird. Diese Regelung ist nat\u00fcrlich hilfreich f\u00fcr Dich, wenn Du Dein Business gerade erst aufbaust.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>Gewerbesteuer<br \/>\n<\/strong>Die Gewerbesteuer ist deutlich leichter zu durchblicken. Wenn Du nicht als Freiberufler durchgehst, wirst Du ein Gewerbe anmelden m\u00fcssen. Dann unterliegst Du grunds\u00e4tzlich auch der Gewerbesteuer. Diese berechnet sich wie folgt:<\/li>\n<\/ul>\n<ol>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ol>\n<li><strong>Gewerbeertrag<\/strong> (Eink\u00fcnfte minus Betriebsausgaben) ermitteln.<\/li>\n<li><strong>Freibetrag von 24.500 EUR<\/strong> abziehen.<\/li>\n<li>Verbleibenden Gewerbertrag mit der bundesweiten <strong>Steuermesszahl von 3,5 %<\/strong> multiplizieren. Das Ergebnis wird <strong>Steuermessbetrag<\/strong> genannt.<\/li>\n<li>Der <strong>Steuermessbetrag<\/strong> muss im letzten Schritt mit dem <strong>Hebesatz<\/strong> Deiner Gemeinde multipliziert werden (mindestens 200 %).<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li><strong>Einkommensteuer<br \/>\n<\/strong>Du bist in Deutschland mit Wohnsitz gemeldet und daher auch unbeschr\u00e4nkt einkommensteuerpflichtig. Dein Einkommen wird also zu den regul\u00e4ren Einkommensteuers\u00e4tzen besteuert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-size: 18pt;\"><strong>Digitaler Nomade<br \/>\n<\/strong><\/span>Du kannst auf einen festen Wohnsitz gut und gerne verzichten? Dann k\u00f6nnte das Leben eines Digitalen Nomaden etwas f\u00fcr Dich sein. Ein Digitaler Nomade braucht quasi nur einen Rechner und Internetanschluss um seine Arbeit auszu\u00fcben. Er ist daher an keinen festen Arbeitsplatz gebunden, sondern kann sich seinen Arbeitsplatz frei aussuchen. So ein Lebensmodell er\u00f6ffnet Dir die M\u00f6glichkeit aus dem deutschen Steuersystem auszuwandern ohne aber gleichzeitig in ein anderes Steuersystem einzuwandern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1030 size-large\" src=\"http:\/\/sao-malandrao.com\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/thailand-2113685_1920-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/sao-malandrao.com\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/thailand-2113685_1920-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/sao-malandrao.com\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/thailand-2113685_1920-300x169.jpg 300w, https:\/\/sao-malandrao.com\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/thailand-2113685_1920-768x432.jpg 768w, https:\/\/sao-malandrao.com\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/thailand-2113685_1920-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/sao-malandrao.com\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/thailand-2113685_1920.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p>Du kannst somit unter Umst\u00e4nden <strong>vollkommen frei von Einkommensteuer<\/strong> leben. Zudem musst Du auch <strong>nicht mehr zwangsversichert bei der gesetzlichen Sozialversicherung<\/strong> sein und hierf\u00fcr \u00fcberteuerte Pflichtbeitr\u00e4ge zahlen. Gerade diese zwei Posten machen in Deutschland und anderen L\u00e4ndern den gr\u00f6\u00dften Teil der Abgabenlast aus. Dar\u00fcber hinaus bist Du auch nicht mehr der Gewerbesteuer unterworfen.<\/p>\n<p>Als erfolgreicher Content Creator auf Onlyfans oder \u00e4hnlichen Plattformen ist so ein Lebensmodell zweifellos m\u00f6glich und auch finanziell nur von Vorteil.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Fragen kannst Du gerne unten im <strong>Kommentarbereich<\/strong> hinterlassen. F\u00fcr konkrete Hilfe kannst Du Dich auch <a href=\"https:\/\/sao-malandrao.com\/index.php\/beratung\/\">direkt an mich<\/a> wenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurz und knapp Onlyfans und \u00e4hnliche Plattformen bieten eine gute M\u00f6glichkeit Deinen Content unmittelbar zu monetarisieren wer auf einen Wohnsitz in Deutschlans nicht verzichten will,<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/sao-malandrao.com\/index.php\/2020\/11\/27\/onlyfans-und-die-lieben-steuern\/\" class=\"more-link\">Read More<span class=\"screen-reader-text\">Onlyfans und die lieben Steuern<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":1034,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[39,20,32,38,35,34,36,31,33,18,10,11,37],"class_list":["post-1002","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized","tag-affiliate-marketing","tag-digitaler-nomade","tag-findom","tag-freiberufler","tag-influencer","tag-instagram","tag-intimfluencer","tag-onlyfans","tag-perpetual-travel","tag-remote-work","tag-steuern-sparen","tag-steuern-vermeiden","tag-tiktok"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sao-malandrao.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1002"}],"collection":[{"href":"https:\/\/sao-malandrao.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sao-malandrao.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sao-malandrao.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sao-malandrao.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1002"}],"version-history":[{"count":55,"href":"https:\/\/sao-malandrao.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1002\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1102,"href":"https:\/\/sao-malandrao.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1002\/revisions\/1102"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sao-malandrao.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1034"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sao-malandrao.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1002"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sao-malandrao.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1002"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sao-malandrao.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1002"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}